Ausgangslage und Problemstellung

Ein begeisterter Motorradfahrer und erfahrener Unternehmer im Bereich Immobilien gründet mit zwei Mitgesellschaftern eine GmbH. Alleiniger Unternehmenszweck der Gesellschaft war der Handel und die Reparatur von Motorrädern einer Premium Marke. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Förderdarlehen (KfW Darlehen).

Die Excel basierte Ertrags- und Liquiditätsplanung für die Gründung der Gesellschaft und Erlangung der Darlehen wurde i.w. von einem Gesellschafter erstellt und vom Steuerberater plausibilisiert.

Bereits nach wenigen Monaten stellte sich heraus, dass die EPlanung methodische, rechnerische und inhaltliche Fehler hatte und insbesondere die Liquiditätsentwicklung falsch berechnet wurde.

Die Gesellschafter geraten vor dem Hintergrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft in Streit. Die finanzierende Bank war aufgrund der Kontoentwicklung verunsichert und hatte Informationsbedarf.

Vorgehen

Wir wurden von zwei Gesellschaftern gebeten, die „historische Planung“ zu analysieren, einen neuralen Status über die Gesellschaft zu erstellen und Handlungsempfehlungen zu geben.

Nach einer Unternehmenskurzanalyse haben wir nach wenigen Tagen den Gesellschaftern einen Statusbericht nebst korrekter integrierter Unternehmensplanung und eine Liste von adhoc Maßnahmen für eine kurzfristige Verbesserung der Liquiditätslage übergeben. Die korrigierte Planung (unter Beseitigung der methodischen und rechnerischen Fehler) wurde mit den Ist-Zahlen aus dem Rechnungswesen verknüpft und ein Soll-Ist-Vergleich erstellt.

Die Planungsfehler wurden für die Berichterstattung an die Banken transparent gemacht und die Effekte in einer Brückenrechnung veranschaulicht.

Der erforderliche Kapitalbetrag, der von den Gesellschaftern kurzfristig zur Abwendung der drohenden Zahlungsunfähigkeit notwendig war, wurde ebenso im Rahmen der Planungserstellung ermittelt.

Ergebnis

Für eine Abwendung der drohenden Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit musste die aufgrund der gemachten Planungsfehler eingetretenen Blockade zwischen den Gesellschaftern aufgelöst werden. Im Ergebnis ist ein Gesellschafter-Geschäftsführer aus der Geschäftsführung und der Gesellschaft ausgeschieden.

Nach dem Ausscheiden haben die verbliebenen Gesellschafter neue Gesellschafterdarlehen bereitgestellt, um die unerwartete Finanzierungslücke kurzfristig zu schließen.

Mit Hilfe der Maßnahmen und den von uns erstellten Unterlagen konnte die Geschäftsführung die drohende Kündigung der Bankdarlehen abwenden.

Eine Insolvenz wurde erfolgreich abgewendet.