Ausgangslage

Ein in Osteuropa ansässiger Hersteller von Textilien für die Unterwäscheindustrie suchte nach einer strategischen Akquisition eines etablierten Lieferanten in Europa, um Zugang zu den westeuropäischen Premium Marken zu erhalten und die Abhängigkeit von dem osteuropäischen und russischen Markt zu reduzieren.

Aufgabe

Gemeinsam mit dem operativen Management des Herstellers entwickelten wir eine Strategie für die Übernahme eines notleidenden Stoffherstellers und die Kommunikation mit den Kunden.

Das wichtigste Asset des Zielunternehmens waren die seit Jahrzehnten etablierten Beziehungen zu allen führenden Premium- Marken in Europa und den USA sowie das weithin anerkannte Know-how in der Entwicklung neuer Designs. Die Übernahme musste schnell vonstatten gehen, um die Kundenbeziehungen zu erhalten und zu verhindern, dass Wettbewerber erfolgreich Marktanteile übernehmen. Gleichzeitig musste das Management der Käuferin die bestehenden Kunden überzeugen, dass es über ausreichend Kompetenz und genügend Mittel verfügt, die Übernahme des notleidenden Herstellers zu verwirklichen.

Ergebnisse

Gemeinsam mit einem Rechtsanwalt traten wir kurz nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens an den Insolvenzverwalter heran und unterbreiteten ein detailliertes Kaufangebot für einen Erwerb des Betriebes aus der Insolvenz. Darüber hinaus stellten wir den Käufer dem Betriebsrat, den Kunden und den lokalen Partnern vor, um die Erfolgswahrscheinlichkeit des vorgelegten Angebots zu erhöhen. Wir haben den Käufer während des gesamten Prozesses beraten.

Wenige Wochen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde das Zielunternehmen von unserem Mandanten erfolgreich erworben. Sämtliche Kundenbeziehungen könnten fortgeführt werden. Alle wichtigen Mitarbeiter verblieben im Unternehmen.

Nach der Übernahme halfen dem Käufer bei der Refinanzierung der Transaktion in Deutschland. Später wurden wir für zwei weitere strategische Add-on-Akquisitionen in Deutschland beauftragt.