Ausgangslage

Betroffen war eine Beteiligung eines ausländischen Private Equity Investors. Der Sitz des Unternehmens war in Deutschland. Das Unternehmen war Produktions- und Vertriebsgesellschaften in Europa und Nordamerika global aufgestellt.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft war aufgrund hoher Fix-Kosten, Produktfehlentwicklungen, Überkapazitäten in der Produktion und Veränderung der Absatzkanäle angespannt. Ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm wurde erforderlich.

Schwerpunkte des Programms lagen in der Neuausrichtung der Tätigkeiten an den einzelnen Standorten und der Verlagerung von Arbeiten zu Schwesterunternehmen im Konzernverbund. Die Maßnahmen machten erhebliche Personalreduzierungen an den Standorten erforderlich. Aufgrund der langen Firmenzugehörigkeit vieler Mitarbeiter, der starken Stellung von Betriebsrat und Gewerkschaft im Unternehmen sowie der Verunsicherung der Mitarbeiter hinsichtlich der Zukunft der Gruppe, war der Einsatz eines erfahrenen Restrukturierers notwendig, der neben den Fachkenntnissen im Bereich Unternehmenssanierung über sehr gute Kenntnissen im Bereich General Management und Erfahrungen in Verhandlungen mit Betriebsräten und Stakeholdern in einem schwierigen Umfeld verfügen sollte.

Vorgehen

In enger Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter und dem Holding-Management hat Thilo Stassen als Generalbevollmächtigter mit langjähriger Restrukturierungserfahrung und juristischem Background den gesamten Verhandlungsprozess geführt. Eine besondere Herausforderung waren die sehr begrenzten finanziellen Möglichkeiten für die Personalmaßnahme und der enge zeitliche Rahmen in welcher die Verhandlungen mit dem Betriebsrat geführt werden mussten. In mehreren Verhandlungsrunden mit dem Betriebsrat und seinen Beratern konnte eine für beide Seiten tragfähige Lösung erreicht werden. Der geschlossene Sozialplan mit Interessenausgleich war für den Erhalt des Standortes in Deutschland essentiell. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte unter Einbeziehung einer Transfergesellschaft.