Unternehmensplanung Motorradhändler

Ausgangslage und Problemstellung

Motorradfahrer und erfahrener Unternehmer gründet eine GmbH mit zwei Mitgesellschaftern. Alleiniger Unternehmenszweck der Gesellschaft ist der Handel und die Reparatur von Motorrädern einer Premium Marke. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Förderdarlehen (KfW Darlehen).

Die Unternehmensplanung für die Gründung der Gesellschaft und Erlangung der Darlehen wurde i.w. von einem Gesellschafter erstellt und vom Steuerberater plausibilisiert.

Im ersten Geschäftsjahr stellt sich heraus, dass die Unternehmensplanung methodische und inhaltliche Fehler aufweist. Es kommt zu einer drohenden Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft, da die Gesellschaft mit zu wenig Kapital für die Anschubphase ausgestattet wurde. Zudem kommt es zu einem Streit zwischen den Gesellschaftern der Entscheidungen blockiert und die finanzierenden Banken verunsichert.

Lösungsansatz und Vorgehen

Wir wurden von zwei Gesellschaftern gebeten, einen neuralen Status für die Gesellschaft zu erstellen und Handlungsempfehlungen zu geben.

Nach einer kurzen Unternehmensanalyse haben wir nach 2 Tagen den Gesellschaftern einen Statusbericht nebst überarbeiteter Ertrags- und Finanzplanung übergeben und erste Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Im Anschluss wurde die Planung auf Wunsch der Geschäftsführung noch verfeinert und um eine Bilanzplanung sowie einem Soll-Ist-Vergleich ergänzt.

Die methodischen Planungsfehler wurden für die Berichterstattung an die Banken transparent gemacht und die Effekte in einer Brückenrechnung veranschaulicht.

Der erforderliche Kapitalbetrag, der von den Gesellschaftern kurzfristig zur Abwendung der drohenden Zahlungsunfähigkeit notwendig war, wurde ebenso im Rahmen der Planungserstellung ermittelt.

Ergebnis

Mit Hilfe der von uns erstellten Unterlagen konnte die Geschäftsführung im ersten Schritt die finanzierenden Banken von dem Geschäftskonzept überzeugen und eine drohende Kündigung der Darlehen aufgrund der eingetretenen deutlichen Planverfehlung und des erzielten Jahresfehlbetrages abwenden.

Im zweiten Schritt mussten die Handlungsempfehlungen konsequent umgesetzt werden. Die komplexeste Aufgabe war es, die Kosten der Geschäftsführung zu reduzieren und die Blockade der Gesellschafter aufzulösen. Im Ergebnis ist ein Gesellschafter-Geschäftsführer aus der Geschäftsführung und der Gesellschaft ausgeschieden. Grundlage der Auseinandersetzung war die von uns erstellte Planung.

Parallel hierzu haben die verbliebenen Gesellschafter neue Gesellschafterdarlehen bereitgestellt, um die Finanzierungslücke kurzfristig zu schließen.

Eine Insolvenz wurde erfolgreich abgewendet. Die Blockade der Gesellschafter wurde aufgelöst.